Haspel Richtmaschinen sind Kompaktmaschinen für beengte Räume, die ein Coil Abwickeln, Richten und dann über eine Schlaufensteuerung das Coilband dem Vorschub zuführen.
Diese Maschinen sind darauf ausgelegt, den Produktionsprozess zu optimieren, indem sie eine kontrollierte und präzise Handhabung der Coils ermöglichen. Der Abwickler ist in der Regel nicht angetrieben und wird über eine Schleifbremse gebremst, wobei der angetriebene Richtkopf das Band vom Coil abzieht.
Der Richtkopf hat je nach Ausführung 6, 8 oder 10 Richtwalzen, wobei die letzte Walze immer oben ist, um ein Richten der Coilkrümmung von Anfang bis Ende des Coils zu gewährleisten, ohne groß nachstellen zu müssen. ABS-Schwabe Richttechnik hat unterschiedliche Richtwalzenabstände, der erst Rollensatz hat immer einen großen Abstand, um dickere und hochfeste Materialien leichter richten zu können. Dieser Rollensatz fungiert als sogenannter Totrichter. Mit den anschließenden Richtwalzenpaaren wird feingerichtet und die letzte obere Walze ermöglicht die Geradheit des Materials. Die Zustellung der Richtwalzen erfolgt zentral über Kettenantrieb oder Getriebe, je nach Ausführung. Sie kann auch motorisch über ein Programm erfolgen. Der Getriebemotor wirkt direkt auf die Unterwalze, standardmäßig sind die unteren Richtwalzen und beide Vorschubwalzen am Auslauf über Zahnräder synchron miteinander angetrieben. Die obere Vorschubwalze wird parallel über einen achsial gelagerten Schwinkopf und Zylinder zugestellt, 2 einstellbare Feinspindelschrauben wirken dabei auf die Kulissensteine. Somit ist die Walze spielfrei zustellbar, auch bei außermittigem Bandlauf kann die Walzen nicht wegkippen.
Es kan auch ein Schlepprichtgerät mit einem davorgeschaltetem Walzenabzug Verwendung finden, was in den meisten Fällen ausreichend ist.
Die Zubehörpalette ist groß. Allwalzenantrieb, Walzenabstützung bei großen Bandbreiten, Einführhilfe, Andrückarm, Schlaufenschlagschutz und verschiedenste Steuerungen sind individuell möglich.